Gedichte

Weihnachtsstress

Wieder ein Jahr raste an uns vorbei.
Und wieder ist Weihnachten für uns neu.
Wir rennen, hetzen, vergessen dabei:
Auf Weihnachten man sich in Ruhe freu.

Noch bleiben uns ganze vier Wochen Zeit.
Ganz wild entschlossen … gewiss dieses Mal –
das Christkind schwebt noch am Himmel ganz weit –
wird kein Einkaufsgewühl für uns zur Qual.

Der Advent beginnt ruhig mit Kerzenschein,
der Duft von Backwerk reizt alle Nasen,
Christstollen, Kekse, natürlich Glühwein,
mit Tannenzweigen geschmückte Vasen.

Eigentlich eine besinnliche Zeit.
Dennoch herrscht Unruhe – man glaubt es kaum!
Alles glänzt festlich und schön weit und breit.
Schnell kümmern wir uns um den Weihnachtsbaum!

Die Tage sind kurz, wir haben kaum Zeit!
Kalenderblätter – sie fliegen zu schnell!
Der Heilige Abend ist nicht mehr weit.
Die Songs im Kaufhaus beschallen uns grell.

Haben wir endlich alle Geschenke?
Konnten wir alle Wünsche erfüllen?
Dass man auch bloß an jeden Freund denke!
Paketeberge mit schönen Hüllen!

Und wieder haben wir richtig gestresst,
rasend eilig durch tausend Geschäfte,
Geschenke in Tüten hineingepresst,
bis an die Grenzen unserer Kräfte.

Der Heilige Abend mit Tannenbaum,
darunter stapeln sich die Geschenke,
ein schöner, so liebwerter Kindertraum,
an frühere Zeiten jeder denke!

Es stand im Kalender die ganze Zeit,
und wieder ist Weihnachten zu schnell da,
die Natur trägt schon ihr festliches Kleid,
das Neue Jahr ist schon wieder so nah.

 

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