Gedichte

Reife

Wie einfach ist es doch, fröhlich zu sein.
Kummer und Sorgen, Frohsinn und Lachen
wollen in uns beieinander stets sein
und nicht im stetigen Wechsel wachen.

Die Träumereien einer Emotion
passen zur menschlichen Ratio nicht.
Sie sind ein höchst gefährlicher Spion,
der allzu gern setzt sich ins Rampenlicht.

Bemerkenswert halten wir uns jetzt wach,
unsere Ziele werden zu Träumen.
Unser Klagen – unser Weh – unser Ach,
gefällt nicht einmal uralten Bäumen.

Zu kämpfen – das macht ein Leben recht schwer.
Zu leben bedeutet oftmals nur Last?
Ist letztendlich man seines Lebens Herr,
verflüchtigt im Nu sich des Alltags Hast.

Gebrochene Eintracht – immer Zweifel,
niemals sind wir uns richtig im Klaren.
Wo ist sie nur – die menschliche Reife?
Wir suchen stets weiter nach dem Wahren.

 

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